E-Bike

E-Bike mit Tretlagermotor

E-Bikes – Elektromobilität auf zwei Rädern

Mobil sein ist in der heutigen Zeit wichtig. Wer sich in Städten und auf kurzen Strecken nicht durch endlose Staus kämpfen will, steigt aufs Fahrrad um. Allerdings ist das Fahrrad nicht immer die ultimative Lösung. Vor allem dann nicht, wenn die Fitness fehlt oder die Strecken länger sind. Für jeden der dennoch gerne Radfahren möchte, sind dann E-Bikes oder Pedelecs eine optimale Lösung, die nicht nur Kräfte spart, sondern auch umweltfreundlich ist. Kein Wunder also, dass das Elektrofahrrad immer mehr im Kommen ist.

 

Wie funktioniert ein E-Bike?

E-Bike Fahrer auf dem Fahrrad

Ein E-Bike ist ein Fahrrad mit einem Elektromotor. Der Motor unterstützt den Fahrradfahrer bei der Fortbewegung mit dem Zweirad. Dazu kommt ein Akku, der den Strom liefert, sowie Sensoren und Steuerungselektronik. Beim Pedelec muss du treten, um den Motor und somit auch den Elektroantrieb in Gang zu setzen. Über einen Kraftsensor, der die Kraft erfasst, die du per Pedal überträgst, oder einen Schwellwertschalter, der die Drehbewegung der Pedale aufnimmt, wird der Motor eingeschaltet. Zusätzlich wird ein Sensor benötigt, welcher die Geschwindigkeit misst. Aus diesen Signalen errechnet die Steuerung die Unterstützung, die vom Motor dem Fahrer gegeben werden soll.

Viele Modelle haben unterschiedliche Unterstützungsmodi bzw. Unterstützungsstufen. Die Unterstützung kann dann der Leistung angepasst werden. Bist du fit und gut zu Rad, erhältst du weniger Unterstützung. Wem die Kraft fehlt, der kann mehr Unterstützung erhalten. Gewählt werden kann die Leistung meist über ein Display, welches am Lenker befestigt ist. Über das Display kannst du auch erkennen, wie viel Ladung der Akku noch hat und wann die nächste Akkuladung erfolgen sollte.

 

E-Bike, Elektrofahrrad, Pedelec – was ist was?

Zwar gibt es zwischen den verschiedenen Elektrofahrrad-Typen etliche Unterschiede, trotzdem werden die Begriffe in Deutschland häufig synonym verwendet. In jedem Fall handelt es sich aber um ein einsitziges Fahrzeug mit zwei Rädern, welches mit einem elektrischen Antrieb ausgerüstet ist.

Beim Pedelec werden Fahrer nur dann vom Elektroantrieb beim Fahren unterstützt, wenn sie dabei auch in die Pedale treten. Das Pedelec wird rechtlich wie das Fahrrad behandelt. Dabei muss die Geschwindigkeit auf 25 km/h begrenzt sein und der Motor darf eine maximale Leistung von 250 Watt haben. Werden diese Anforderungen erfüllt, muss das Fahrzeug kein Kennzeichen erhalten. Es besteht keine Helmpflicht und keine Führerscheinpflicht. Auch eine Versicherung muss nicht abgeschlossen werden.

Im Gegensatz zum Pedelec können E-Bikes auch ohne Unterstützung der Pedale fahren. Per Knopfdruck oder über den Griff wird der Motor gestartet. E-Bikes sind ab 6 km/h zulassungspflichtig. Rechtlich sind E-Bikes keine Fahrräder, denn die Zweiräder können auch ohne Treten Geschwindigkeiten von 20 km/h und mehr erreichen. Bei schnellen Ausführungen werden sogar bis zu 45 km/h erreicht. In diesem Fall besteht auf jeden Fall Versicherungspflicht, die E-Bikes müssen mit einem Versicherungskennzeichen ausgestattet sein und als Fahrer musst du die Fahrerlaubnis Klasse M vorweisen können. Deshalb werden wirkliche E-Bikes nur selten angeboten. Meist wird beim Begriff E-Bike eigentlich ein Pedelec gemeint.

 

E-Bike Arten – für jeden Fahrer das passende Elektrofahrrad

Pedelec, S-Pedelec, E-Bike oder Elektrofahrrad – auch wenn bei vielen alles in einen Topf geworfen wird, die Unterschiede sind da. Elektrofahrräder sind sie jedenfalls alle. Im Detail wird zwischen Pedelec, S-Pedelec und E-Bike unterschieden. Hier findest du die diversen Elektrofahrrad-Typen detailliert erklärt.

 

Das Pedelec

Ein Pedelec wird meist als E-Bike bezeichnet. Etwa 95 Prozent aller verkauften Elektrofahrräder sind Pedelecs. Die ungewöhnliche Bezeichnung entsteht aus dem Begriff Pedal Electric Cycle. Damit wird die Antriebsart bezeichnet. Der Fahrer wird erst dann durch den Elektromotor unterstützt, wenn er selbst in die Pedale tritt. Ist eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht, schaltet sich der Motor selbstständig wieder ab. Der Elektromotor verfügt über eine maximale Leistung von 250 Watt. Durch die Begrenzung von Leistung und Unterstützung gilt das Pedelec als Fahrrad. Deshalb gibt es keine Versicherungs- und Helmpflicht. Auch ein Führerschein oder eine Zulassung sind nicht erforderlich.

 

Das S-Pedelec

Das S beim S-Pedelec steht für ein schnelles Elektrofahrzeug. Der Motor kann eine Leistung von bis zu 500 Watt haben. Die Unterstützung wird erst bei 45 km/h abgeschaltet. Damit gehören S-Pedelec nicht mehr zu den Fahrrädern. Das hat auch rechtliche Folgen. Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt sein und über eine Fahrerlaubnis der Klasse AM verfügen. Für das S-Pedelec benötigst du ein Versicherungskennzeichen. Beim Fahren musst du einen Helm aufsetzen. Fahrradwege dürfen nur befahren werden, wenn diese über eine entsprechende Kennzeichnung verfügen.

 

Das E-Bike

Andres als beim Pedelec wird beim E-Bike der Elektromotor durch einen Schaltknopf gestartet. Ein echtes E-Bike ähnelt einem Mofa. Es ist bei gestarteten Motor nicht mehr notwendig, selbst in die Pedale zu treten. Die Motorleistung darf bis zu 500 Watt reichen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h. Richtige E-Bikes zählen deshalb zu den Kleinkrafträdern. Es ist eine Betriebserlaubnis und ein Versicherungskennzeichen erforderlich. Als Fahrer musst du die Führerscheinklasse AM oder die Mofa-Prüfbescheinigung vorweisen können. Neben den 20 km/h E-Bikes gibt es auch Modelle, die bis zu 25 km/h oder gar 45 km/h fahren. E-Bikes mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h gelten als Kleinkrafträder mit elektrischem Antrieb, E-Bikes mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h gelten als Mofa.

 

Vom Fahrrad zum Elektrofahrrad – nachrüsten ist Trend

Wenn du dein Fahrrad umbauen möchtest, solltest du am besten auf Nachrüstsätze zurückgreifen. Ein Nachrüstsatz eignet sich meist für fast alle herkömmlichen Fahrräder. Außerdem sind die Komponenten genau aufeinander abgestimmt, was für einen reibungslosen Lauf sorgt. Allerdings ist nicht jedes Fahrrad für einen Umbau geeignet. Fahrräder sollten die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen. Ein Umbausatz verfügt über ein ungefähres Gewicht von 10 Kilogramm. Für Leichtmetallräder ist das Gewicht weniger geeignet. Das Fahrrad sollte aus Aluminium oder Stahl sein. Auch die Bremsen sollten vorher geprüft werden und eventuell mit einer zweiten Felgenbremse aufgerüstet werden. Wenn du das E-Bike nachrüsten willst, solltest du vor allem auf das Material und die Verarbeitung achten.

 

E-Bike für Kinder?

E-Bikes gibt es inzwischen auch für Kinder. Allerdings sollten die Räder erst ab 10 Jahren ausprobiert werden. Die normale Straßennutzung ist erst ab 14 Jahren angebracht. Kinder-Pedelecs haben eine angepasste Rahmenhöhe und sind speziell auf Kinder eingestellt und können daher besonders gut und einfach von diesen auch gefahren werden. Sollen Kinder nicht gleich mit der Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h einsteigen, lassen sich die Räder in der Motorleistung auch drosseln. Ganz günstig sind Elektrofahrräder für Kinder aber nicht.

 

Damen-E-Bikes

Das E-Bike für Damen ist der besonderen weiblichen Anatomie angepasst. Auch das Gewicht ist meist geringer als bei üblichen Pedelecs. Die Rohre sind kürzer, womit der Ein- und Ausstieg bequemer wird.

 

E-Bikes für Senioren

E-Bike_für_Senioren

Gerade im Alter ist Bewegung wichtig. Auf schwierigen Untergründen oder langen Fahrradtouren bieten E-Bikes für Senioren eine gute Unterstützung. Die Pedelecs für Senioren sollten leicht bedienbar sein und nur wenig Gewicht mitbringen. Trotzdem muss der Rahmen eine hohe Stabilität mitbringen. Vorteilhaft ist ein niedriger Einstieg, der auch bei eingeschränkter Bewegung den Aufstieg möglich macht. Sogenannte Tiefeinsteiger sind daher die perfekte Lösung für Senioren. Diese Tiefeinsteiger haben nicht nur eine optimale Rahmenhöhe, sondern bringen auch ausreichend Stabilität für eine sichere Radtour für Senioren mit.

 

Welche Antriebsart fürs Elektrofahrrad?

Elektrofahrräder werden mit verschiedenen Antrieben angeboten. Die Antriebsart sollte individuell nach deinen Ansprüchen gewählt werden, da jede Art ihre Vor- und Nachteile hat.

 

E-Bike Motor – welcher darf es sein?

Derzeit gibt es zwei Motoren-Typen für E-Bikes auf dem Markt. Als E-Biker hast du die Wahl zwischen dem Nabenmotor und dem Tretlagermotor – auch Mittelmotor genannt. Nabenmotoren übertragen die Kraft meist verlustfrei, sind sehr leise beim Lauf und bieten ein kraftvolles Fahrgefühl. Allerdings sind sie nicht auf jeder Strecke geeignet, denn gerade bei Bergen ist der Wirkungsgrad sehr schlecht. Solltest du also viel im Gelände unterwegs sein, ist der Nabenmotor nicht vorteilhaft. An langen Ansteigen können die Motoren überhitzen und müssen erst wieder abkühlen.
Ein größeres Einsatzspektrum bieten Mittelmotoren. Sie sind sowohl mit der Nabenschaltung als auch mit der Kettenschaltung kombinierbar. Der Wirkungsgrad ist hoch und der Motor überhitzt auch bei langen, steilen Ansteigen nicht. Allerdings sind sie durch das eingesetzte Getriebe deutlich lauter als Nabenmotoren.

 

Der Vorderrad-Antrieb

Beim Vorderrad-Motor sitzt der Antrieb im Vorderrad in der Vordernabe. Diese Antriebsart wird daher auch Vorderradnabenmotor genannt. Die Gewichtsverteilung auf dem E-Bike wird dadurch positiv beeinflusst, eine Rücktrittbremse, die sonst nicht möglich ist, kann hier eingesetzt werden. Allerdings beeinflussen starke und schwere Motoren die Lenkung. Bei ungünstigen Fahrverhältnissen wie nasser Fahrbahn kann das Vorderrad wegrutschen. Außerdem ist diese Antriebsart eine Belastung für den Rahmen.

 

Der Hinterrad-Antrieb

E-Bike mit Hinterradnabenmotor

Beim Hinterrad-Motor sitzt der Antrieb im Hinterrad in der Hinternabe. Diese Antriebsart wird daher auch Hinterradnabenmotor genannt. Dadurch wird der Ausbau etwas schwierig. Durch den Hinterrad-Antrieb ist nur eine Kettenschaltung möglich. Vorteilig ist hingegen die ungleiche Gewichtsverteilung. Als sportlicher Radfahrer ist dieser Antrieb für dich daher bestens geeignet, denn durch einen besseren Anpressdruck sind auch riskante Fahrmanöver mit dem E-Bike möglich.

 

Der Tretlager-Antrieb

Beim Tretlagermotor befindet sich der Motor mittig am Rad. Das Gewicht verteilt sich durch eine kompakte Bauweise vorteilhaft auf dem gesamten Rad. Neben einem höheren Kettenverschleiß ist auch der Preis um einiges höher als bei anderen Antriebsarten.

 

Ist ein großer Akku sinnvoll?

Nicht unbedingt, denn die Reichweite hängt von verschiedenen, technischen Faktoren und dem Stromverbrauch des E-Bikes ab. Und auch als Fahrer hast du Einfluss auf die Reichweite. Weitere Einflussfaktoren sind das Gewicht von Gepäck, Fahrrad und Fahrer, der Reifendruck, die Geländebeschaffenheit und die gewünschte Unterstützung. Wenn du den Motor schonst und selbst mehr in die Pedale trittst, kannst du die Reichweite natürlich beträchtlich erhöhen.

Die Ladezeit für den E-Bike Akku ist abhängig vom Ladegerät und der Kapazität des Akkus. Bei einem Test der Stiftung Warentest von 8/2011 lagen die Ladezeiten zwischen 2,25 Stunden und 9 Stunden.

Wie weit du mit dem Pedelec kommst, hängt von vielen Faktoren ab. Eine exakte Berechnung ist nicht möglich. Hier lohnt es sich, selber einmal zu testen oder von Erfahrungen anderer zu profitieren. Allerdings bleibt auch dann noch die Unbekannte „eigener Fahrstil“.

Mit einer E-Bike Akku Pflege kannst du die Lebensdauer des Akkus erhöhen. Einige Maßnahmen sind beim Umgang mit dem Akku fürs Elektrofahrrad zu beachten:

  • Der Akku sollte nicht komplett entladen werden.
  • Nach jeder Fahrt sollte der Akku aufgeladen werden.
  • Zu große Hitze oder Kälte schaden dem Akku.
  • Für die Akku Ladung solltest du das originale Ladegerät verwenden.
  • Nutzt du das E-Bike längere Zeit nicht, solltest du den Akku entnehmen und bei einer Temperatur zwischen 10°C und 20°C lagern. Dabei sollte das Ladevolumen zwischen 30 und 90 Prozent betragen.

Akkus für Pedelecs und E-Bikes haben eine gesamte Laufleistung zwischen 25.000 und 100.000 Kilometern. Dank einer hochentwickelten Lithium-Ionen-Technologie überstehen sie zwischen 500 und 1000 Voll-Ladezyklen. Mit der richtigen Akku Pflege kannst du die Lebensdauer aber noch mal erhöhen. Übrigens ist eine Akkuladung sehr günstig. Auch wenn der Preis nach Strompreis und Kapazität des Akkus variiert kann man sagen, dass mit etwa 10 bis 15 Cent jeder Akku voll geladen ist.

Bist du in einem größeren Radius unterwegs, musst du darauf achten, dass dir nicht der Saft ausgeht. In Deutschland, der Schweiz und Österreich gibt es aber viele Ladestationen, bei denen du den Akku vom Elektrofahrrad wieder aufladen kannst. Fahrradstationen, Restaurants, Museen und andere touristische Orte bieten Ladestationen. Oft sind die Anschlüsse in Fahrradständer untergebracht. Aber auch an kleinen Ladesäulen kannst du Strom tanken.

Sollte der Akku doch einmal schlapp machen, kann ein E-Bike Ersatzakku Abhilfe schaffen. Qualität steht dabei an erster Stelle. Es sollte unbedingt ein Lithium-Ionen-Akku sein, welcher über eine hohe Energiedichte verfügt und nur wenig Gewicht mitbringt. Vorteilhaft ist es, wenn du den Akku abnehmen kannst. Damit wird das Rad bei Bedarf nicht nur leichter, der Akku lässt sich auch einfacher laden.

 

Was wiegt ein E-Bike?

Durch die Ausrüstung mit einem Motor wiegen E-Bikes natürlich etwas mehr als normale Fahrräder. Ein normales Mountainbike wiegt circa 11 kg. Dazu kommt beim Elektrofahrrad noch der Antrieb mit einem Gewicht zwischen zwei und neun Kilogramm. Beim Pedelec musst du also mit einem Gewicht von etwa 20 kg rechnen. Die Hersteller sind bemüht, das Gewicht der Elektro Fahrräder zu senken, denn auch diese müssen oft – wie Fahrräder – Treppen hinauf oder herunter getragen werden. Den Rekordwert erreicht derzeit das E-Bike Steinbach Lodron, das gerade einmal 9,9 kg auf die Waage bringt. Aber auch andere Hersteller knacken die 13 kg Marke nach unten.

 

E-Bikes kauft man im Fachhandel?

Nicht unbedingt, denn zahlreiche Onlineshops bieten heute auch Elektrofahrräder, E-Bikes und Pedelecs an. Bist du noch nie damit gefahren, solltest du den Fachhändler in deiner Nähe bevorzugen, denn es ist schon ein Unterschied zum Fahrrad. Hier zählen nicht nur Rahmenhöhe, Schaltung und Co, sondern auch der Elektroantrieb, die Unterstützungsstufen und vieles mehr.

Hersteller für Elektroräder gibt es zahlreiche. Die Meisten Rad-Hersteller setzen neben den herkömmlichen Fahrradkategorien seit einiger Zeit ebenfalls auch auf die E-Bike Sparte. Dies zeugt davon, dass Fahrradfahren mit Motorunterstützung einfach immer mehr im Kommen ist.
Diese Elektrobike-Hersteller gibt es unter anderem:

  • Haibike
  • Cube
  • Kalkhoff
  • Giant
  • Hercules
  • Cannondale
  • Scott
  • Bergamont
  • Centurion
  • Ghost
  • KTM
  • Uvm.

Dazu kommt, dass es auch beim E-Bike verschiedene Modelle gibt, die den Anforderungen von Straße oder Gelände angepasst sind. Citybike, Sport-Bike oder Tourenrad? Die Bikes lassen sich individuell auf die Vorlieben und die bevorzugte Nutzungsart anpassen. So gibt es neben dem klassischen Stadtrad auch das Trekkingrad, das Mountainbike, das Rennrad oder sogar das Cyclocross Rad als Elektrorad Version. Der Zweck, für den das Gefährt in Zukunft genutzt werden soll, ist entscheidend beim Kauf. Eine Probefahrt ist angebracht. Wer sportlich unterwegs ist und sein E-Bike auch in den Bergen nutzen will, sollte auf eine entsprechende Leistung achten und eher eine MTB Version kaufen als zum Beispiel ein Trekkingrad.

Preislich liegen die Elektrofahrräder deutlich über herkömmlichen Fahrrädern. Schon der Sicherheit wegen sollte Qualität den Vorrang haben. Gute E-Bikes gibt es nicht unter 1.500 Euro. Meist liegt der Preis noch deutlich darüber. Günstigere Preise gehen meist auf Kosten der Sicherheit.

 

Mit dem E-Bike auf den Radweg?

Nicht überall darfst du mit dem E-Bike unterwegs sein. Radwege darfst du nur dann nutzen, wenn das Zusatzschild „Mofas frei“ die Nutzung erlauben. Mit dem Pedelec kannst du auch auf dem Radweg fahren, musst diesen aber nur dann nutzen, wenn ein Schild dich dazu verpflichtet. Während du Einbahnstraßen, die für Fahrräder auch in der Gegenrichtung freigegeben sind, mit dem Pedelec nutzen kannst, darfst du mit einem E-Bike nicht in entgegengesetzter Richtung fahren. Auch Waldwege, die für Fahrräder freigegeben sind, kannst du mit dem Pedelec nutzen, allerdings nicht mit dem E-Bike.

 

E-Bike und StVZO – was ist zu beachten?

Was für Fahrräder gilt, gilt auch für E-Bikes und Pedelec. Nutzt du das Rad auf öffentlichen Straßen und Wegen, muss es verkehrssicher sein. Dazu gehören:

  • weißer Scheinwerfer und weißer Reflektor vorn
  • rotes Rücklicht und roter Reflektor hinten
  • roter Großflächenreflektor
  • zwei gelbe Speichenreflektoren in den Laufrädern oder weißer Reflektorstreifen an den Felgen oder Reifen
  • zwei voneinander unabhängige Bremsen
  • helltönende Glocke
  • rutschfeste und fest verschraubte Pedale mit jeweils zwei gelben Reflektoren nach vorn und hinten

Alle Beleuchtungen müssen vom Kraftfahrzeug-Bundesamt zugelassen sein. Das ist durch die K-Nummer auf dem Bauteil ersichtlich.

 

Wie umweltfreundlich sind E-Bikes?

Ohne Frage sind E-Bikes die umweltfreundliche Variante zum Auto. Allerdings kann es mit dem Fahrrad nicht mithalten. Die Umweltfreundlichkeit ergibt sich aus der effektiven Nutzung. Bei der Herstellung werden Kunststoff und Metalle verwendet. Auch wenn vorrangig Materialien aus Recycling verwendet werden, sollten für eine hohe Umweltfreundlichkeit lokale Produktionen und eine lange Nutzungsdauer das Ziel sein. Vor allem beim Akku und beim Computer, der für ein Pedelec notwendig ist, ist es heute noch nicht möglich, komplett auf umweltfreundliche Quellen zu setzen. Aber die Emissionen, die bei der Produktion und beim Recycling des Akkus anfallen, können mit einhundert gesparten Auto-Kilometer kompensiert werden. Langfristige Erfahrungen fehlen aber noch, da es E-Bikes noch nicht so lange gibt. Dazu kommt, dass ein E-Bike natürlich kein Auto ersetzt. Der erschließbare Radius des E-Bikes ist nicht so groß und auch bei den Transportmöglichkeiten von Mensch und Gepäck kann das Elektrofahrrad nicht mithalten.

 

E-Bikes mit Kinderwagen oder Anhänger?

E-Bike_mit_Kinder_Anhaenger

Eltern werden aufatmen – endlich ein Fahrrad, mit dem man Kinder auch ohne große Anstrengung mitnehmen kann. Allerdings darfst du nicht jedes Kindertransportmittel mit dem Elektrofahrzeug nutzen. Ein Kinderanhänger ist beim E-Bike nicht zulässig. Um auch Kinder auf dem Elektrofahrrad mitnehmen zu können, benötigst du einen geeigneten Kindersitz.

Bei einem Pedelec mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 25 km/h kannst du auf einem Kindersitz Kinder bis 7 Jahre vorn oder hinten transportieren. Auch der Kinderanhänger ist erlaubt. Sowohl Kindersitz als auch Kinderanhänger müssen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.

 

E-Bike bei Knieproblemen und Hüftproblemen?

Bewegung ist immer gut. Vor allem bei Knie- oder Hüftproblemen. Das sind Erkrankungen, bei denen Betroffene oft zum Bewegungsmangel neigen, weil eine Belastung auch meist mit Schmerzen verbunden ist. Fahrradfahren ist dabei eine sehr gute Therapieform, denn bei Radtouren setzt man seinen Körper schonend in Bewegung und fördert somit wiederum die Durchblutung, welche die Bildung von Gelenkschmiere und den Aufbau von Knorpeln anregt. Ein E-Bike ist insofern vorteilhaft, dass der Fahrer bei schwierigen Strecken und längeren Radtouren die Unterstützung des Motors nutzen kann und so eine Überanstrengung verhindert. Allerdings sollte das E-Bike einige Anforderungen erfüllen, die diese besonderen Erkrankungen erfordern. Zu den Kriterien fürs Elektrofahrrad gehören hier:

  • tiefer Einstieg
  • stabile Rahmenform
  • Drehsensortechnik, bei der die Drehbewegung der Pedale ausreicht, um den Motor zu aktivieren

Individuelle Lösungen wie der Sattellift oder die Anfahrhilfe unterstützen Erkrankte zusätzlich.

 

E-Motorräder und E-Roller – wenn es etwas weiter wird

Wenn dir das E-Bike nicht schnell und flexibel genug ist, kannst du auch auf ein E-Motorrad oder den E-Roller umsteigen. Die Großen unter den Elektrobikes sind nicht nur im Stadtverkehr eine echte Alternative zum Auto. Auch wenn das leidige Thema Reichweite bei Elektrofahrzeugen eine längere Tour noch in Frage stellt, so sind die Zweiräder durchaus alltagstauglich. Ohne Führerschein läuft da aber nichts.
Wer es etwas bequemer wünscht, sollte sich für den Elektroroller entscheiden. Gerade in der Stadt ist ein E-Roller bestens geeignet, um flott durch den Berufsverkehr zu kommen. Im Unterhalt günstig, in der Anschaffung teuer. Wenn du mit einem E-Roller liebäugelst, musst du dich mit neuen Kosten vertraut machen. Und auch das Kultmoped aus der DDR ist im Elektro-Style zurück. Die Schwalbe gibt es mittlerweile mit einem Elektroantrieb und ein paar Kilos mehr Gewicht.
Wer es sportlich liebt, sollte auf Hoverboard, Segway oder E-Kickscooter umsteigen. Die Reichweiten sind allerdings begrenzt und die Fahrzeuge sind eher was für den Spaß.

 

E-Bikes als umweltfreundliche Alternative zu Auto und Motorrad

Ohne Frage sind E-Bikes und Pedelecs eine echte Alternative zu herkömmlichen Fortbewegungsmitteln, sofern die Fahrstrecke nicht allzu weit ist. Im Gegensatz zum Diesel- oder Benzinmotor sind die Elektroantriebe umweltfreundlich. Nur die Reichweite ist noch nicht zufriedenstellend. Zahlreiche E-Tankstellen sind eine gute Lösung, um das Gefährt unterwegs aufzutanken. Dafür musst du aber etwas Zeit einplanen. Qualität ist eines der wichtigsten Kaufkriterien, wenn du lange Freude an deinem Elektrorad haben möchtest. Wichtig ist eine gute Beratung, damit das Elektrofahrrad an deine Bedürfnisse angepasst ist.

1 Kommentar

  1. Ich wusste nicht, dass es so viele Unterkategorien von Elektrofahrrad gibt.

    In meiner Freizeit fahre ich sehr gerne Fahrrad. Diesen Sommer möchte ich mit meinem Freund eine Fahrradtour machen. Dazu möchte ich mir unbedingt ein Fahrrad ausleihen.

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